Sirup – eine süße Angelegenheit

Bei Sirups handelt es sich im Prinzip um nichts anderes als um mit Zucker eingedickte Fruchtsäfte, die sich als süßender Bestandteil („Sweetener“) in fast jedem Cocktail finden. Zudem sind die meisten Sirups ziemlich farbintensiv und spielen somit eine wichtige Rolle für die Farbgebung des Cocktails.

Die wohl bekanntesten Hersteller sind die französische Marke Monin und der deutsche Hersteller Riemerschmid, aber auch Giffard (Frankreich) und Bols finden sich in fast jeder Bar der Welt.

Sirups sind ziemlich dickflüssig und vermischen sich daher nicht so gut mit den anderen Bestandteilen eines Cocktails. Deshalb müssen Drinks, die Sirups enthalten, in der Regel im Shaker geschüttelt werden, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erhalten. Das mit Abstand am häufigsten verwendete Sirup ist die Grenadine, hergestellt aus dem Saft des Granatapfels, daneben sind Maracujasirup, Mandelsirup und natürlich das reine Zuckersirup die am häufigsten benützten Sirups in einer Bar. Dazu kommt noch das Lime Juice, das eine Sonderstellung einnimmt, die noch diskutiert werden soll.

Die industriell hergestellten Sirups sind einfach in der Handhabung und außerdem relativ günstig erhältlich.Zudem geben sie den Drinks eine recht intensive Färbung und erfreuen somit das Auge. Sie haben jedoch einen gravierenden Nachteil: Sie enthalten sämtlich relativ wenig Fruchtsaft (der Anteil liegt in der Regel bei ungefähr 10%). Der Rest besteht aus Zucker und einer ganze Liste chemischer Zutaten (E soundsoviel…), darunter vor allem Farb- und Konservierungsstoffe.

Eine ebenso schmackhafte wie qualitativ hochwertige, natürliche und zudem noch gesündere Alternative dazu ist selbst hergestellter Sirup. Dieser ist relativ einfach zu machen: Man nehme einen Liter des jeweiligen Fruchtsaftes, erhitze ihn und füge dann ein Kilogramm Zucker hinzu. Ein leichtes Umrüheren verhindert ein Anbrennen, das Gemisch sollte etwa eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln, bevor es auf Flaschen gezogen wird. Zur Geschmacksverbesserung kann man auch ein Stück Schale einer Bioorange, zwei dash Orangebitter oder andere Zusätze mitkochen.

Produziert man für den privaten Hausgebrauch, so sollte der fertige Sirup vor der Flaschenabfüllung mit etwa 4 cl hochprozentigem Rum (so etwa Bacardi 151) versetzt werden. Dies verhindert die vorzeitige Gärung und verleiht dem Sirup eine viel längere Haltbarkeit.

Einen Nachteil von selbstgemachtem Sirup sollte man allerdings nicht verschweigen: Da dieser keine künstlichen Farbstoffe enthält, gibt er dem Drink lange nicht de intensive Färbung, die man von seinen industriell hergestellten Verwandten gewöhnt ist. So wird zum Beispiel ein Touchdown mit selbstgemachtem Grenadinesirup eher eine dunkelgelbe, denn eine intensiv rote Farbe haben – seinen Gästen muß man dies dann entsprechend erklären…

In diesem Sinne: Ein frohes Zwischenprost!

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