Die Geschichte des Cuba Libre

Der Cuba Libre zählt seit seiner Erfindung in Kuba um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu den beliebtesten alkoholischen Drinks der Welt!

Seine Erfindung schreibt man gemeinhin Fausto Rodriguez zu, der ihn in einer Bar in Havana mit Bacardi mixte und seinen amerikanischen Gästen vorsetzte, unter ihnen Teddy Roosevelt, die im spanisch-amerikanischen Krieg unter anderem die Unabhängigkeit Kubas von der spanischen Krone erstritten hatten.

Der spanisch-amerikanische Krieg endete 1898 mit der Befreiung Kubas von der spanischen Kolonialherrschaft. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete der spätere amerikanische Präsident Theodor (Teddy) Roosevelt, der als Befehlshaber der so genannten Rough Riders unter anderem Santiago de Cuba eroberte.

Schon 1898, direkt nach dem Ende des Krieges, reiste Warren Candler, der Bruder des Inhabers von Coca Cola, Asa Candler, erstmals nach Kuba und gewann Jose Pareo, einen örtlichen Weinhändler, als Generalvertreter für Coca Cola. Damit begann der Verkauf von Coca Cola in Kuba, und bereits ein Jahr später war Coca Cola in ganz Kuba verbreitet und beliebt. (Hier irrt Wikipedia!)

Bei der Bar handelte es sich nach beeideter Aussage von Fausto Rodriguez um „The American Bar“ in der Neptuno Street in Havana, zwischen Consulado und Prado. Die Bar wurde von zwei Amerikanern geführt, und bei den Gästen handelte es sich praktisch ausschließlich um Amerikaner.

Fausto Rodriguez war im August des Jahres 1900 als Kurier im U.S. Army Signal Corps tätig und begleitete Captain Russell von jenem Corps zu besagter Bar, wo dieser Bacardi mit Cola bestellte, während Rodriguez selbst Coca Cola trank, er war schließlich erst 14 Jahre alt.

Als anwesende amerikanische Soldaten Russell fragten, was er trinke, antwortete dieser, der Drink habe keinen Namen, woraufhin einer der Soldaten meinte, man solle ihn „Cuba Libre“ nennen – und forthin toastete man sich mit dem Slogan ¡Por Cuba Libre! zu. Dies war die Geburtsstunde eines erfrischenden Longdrinks, der heute im wahrsten Sinne des Wortes „in aller Munde“ ist – und der Limettensaft fand erst später seinen Weg in den Cuba Libre!

Wer heute einen möglichst authentischen Cuba Libre mixen will, der tut freilich gut daran, nicht auf Bacardi oder Havana Club zurück zu greifen – beide Rums haben heute zu wenig Körper und Aroma und ergeben einen eher flachen Drink. Außerdem wird Coca Cola heute nach einem modifizierten Rezept hergestellt, weshalb Coca Cola heute anders schmeckt als vor 100 Jahren.

Als hervorragende Grundzutat für einen leckeren und möglichst authentischen Cuba Libre eignet sich ganz hervorragend der der aus Nicaragua stammende weiße Rum Flor de Cana 4 Anos, der eher dem Bacardi Superior ähnelt, wie er noch vor dem Abzug von Bacardi aus Kuba war.

Das Tüpfelchen auf dem „i“ wäre dann die Verwendung von mexikanischer Coca Cola, die würziger ist und noch mit echtem Zucker gesüßt wird: Wer mexikanische Coca Cola erwerben kann, sollte dies unbedingt probieren!

In diesem Sinne: Ein frohes Zwischenprost!

2 Gedanken zu “Die Geschichte des Cuba Libre

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